WIR impfen Sie: Coronaimpfungen  Wir kennen Ihre Krankengeschichte und empfehlen den individuell geeigneten Impfstoff gemäß den Impfvorgaben der Stiko nach Ihrem individuellen Risiko aus.

Da genügend Impfstoff verfügbar ist, ist eine kurzfristige Terminvergabe in der Regel möglich.

Nehmen Sie das Impfangebot an! Gerade im Kampf gegen die Covid-19 Virusvarianten ist eine schnelle vollständige Impfung der beste  Schutz für Sie selbst und Andere. Dies gilt besonders für junge Leute

Bitte stellen Sie uns Ihre Kinder oder Enkel vor. Unser Angebot ist niedrigschwellig !! Jungen und Mädchen ab 12 Jahren können seit  dem 16.08.2021 mit Biontech geimpft werden - siehe neuste Stiko Empfehlung

Im Rahmen der Routinesprechstunde sprechen wir Sie auf die Corona Impfung  an. Auch eine Überprüfung der übrigen notwendigen Impfungen ist möglich.Wenn Sie über 60 Jahre alt sind, beraten wir Sie und impfen die notwendigen Impfungen. Der Urologe ist gerade in diesen Zeiten Ihr Begleiter in allen aktuellen gesundheitlichen Fragen, speziell wenn Sie urologischer Krebspatient/ Krebspatintin sind.

Nehmen Sie die Impf - Angebote wahr.

 

Es besteht Maskenpflicht in Niedersachsen und NRW in den Arztpraxen. Neuerdings ausschliesslich mit medizinischen Einwegmasken oder FFP 2 Masken erlaubt.

Die Maske schützt primär andere Menschen vor Ihnen aber auch Sie selbst. Dank der kurzen Kontaktzeit, eines Hygieneplans und sinnvollem Lüften ist das Infektionsrisiko weniger als 1 % in den Praxen. Zudem betreiben wir eine suffiziente Lüftungsanlage.

AHA - Regeln : Abstand, Hygiene, Alltagsmasken unterstützen uns zurück zu einer neuen Normalität.

 

 

 

Prostatakrebs - Neue Wege in der individuellen Krebsbehandlung

Nicht jede Prostatakrebsbehandlung endet in einer Operation. Nach Feststellung des individuellen Krankheitsstadiums und unter Berücksichtigung des Patientenwunsches sowie des Allgemeinzustandes gibt es heilende und kontrollierende Therapievarianten.

1. Heilung möglich: - Abwarten - active surveillance , sinnvoll bei langsam wachsenden Tumoren mit niedriger Tendenz, Metastasen zu bilden. Bei Änderung der Tumorbiologie ist eine zielgerichtete Therapie erforderlich.

-Operation: radikale Prostatektomie mit Entnahme der entsprechenden Lymphknoten. Entweder als offenes Operationsverfahren oder minimal invasiv robotisch mit z.B. dem daVinci System. Ziel ist die komplette Entfernung der Prostata mit Samenblasen und somit des Tumors im lokalisierten Stadium.

- alternativ sind verschiedene Strahlentherapieverfahren mit ionisierenden Strahlen möglich: -perkutane Strahlentherapie mit intensitäts modulierter externer Bestrahlung mittels externer Strahlenquelle in vielen Sitzungen, wobei immer nur ein Teil der Gesamtdosis gegeben wird.

-Brachytherapie  entweder als LDR Brachytherapie, hierbei werden die Strahlenquellen an Ketten in die Prostata implantiert mittels Ultraschallkontrolle und Simulation mittels Strahlenphysiker und Strahlentherapeut. oder als HDR Brachytherapie, hierbei wird kurzzeitig eine Strahlenquelle mittels Nadeln in der Prostata appliziert.

2. Heilung nicht mehr möglich: Metastasen meist im Knochen vorhanden.

Prostatakrebs ist ein hormonsensiver Tumor, der Entzug des Testosterons führt in der Regel zum Absterben von Tumorzellen.

In der Regel 2 Jahre adjuvant nach Strahlentherapie sinnvoll. Oder als Primärbehandlung. Es existieren zwei Wirkmechanismen : Entweder wird die Testosteronproduktion aus dem Hoden gehemmt, indem im Regelkreis des Körpers angesetzt wird. Somit sinkt der Teststeronspiegel im Blut. Alternativ wird die Andockung des Testosterons an die Tumorzellen verhindert,das Testosteron kann an der Krebszelle keine Wirkung entfalten.

 

Medikamente sind die sogenannten GnRH Agonisten, die GnRH Antagonisten, Antiandrogene.

Seit ein paar Jahren sind bahnbrechende sogenannte neue hormonelle Substanzen auf dem Markt, die die Prostatakrebstherapie revolutionieren. Sie verhindern z.B. die Entstehung eines Eiweiss, was bei der Bildung von Testosteron entsteht und somit keine Wirkung entfalten kann. Diese Wirkstoffe sind das Abirateron, ähnlich wirken das Enzalutamid, das Apalutamid.

 

Seit 3 Monaten existieren zudem Medikamente, die das Auftreten von Metastasen bei sogenannter Hormontaubheit des Tumors verzögern: Darulotamid z.B.

 

Auch Hochrisikotumore können aktuell mit einer Hormonkombination behandelt werden.

Sollte eine genetische Veränderung, eine Mutation vorliegen, zur Zeit wegen Corona in aller Munde, oft eine BRCA Mutation im Tumor, ist seit wenigen Wochen eine Genreparatur möglich. Als Arzt mit der Bezeichnung fachgebundene genetische Beratung darf ich diese Therapien durchführen. Bis zu 20 % der Prostatakrebspatienten tragen die Mutation in sich. Bestimmt wird die Mutation in der Regel aus dem beim Pathologen fixierten Tumormaterial. Olaparib ist der erste Vertreter dieser Medikamentengruppe. Alle neuen Krebsmedikamente werden als Tabletten eingenommen.

Somit ist in jüngster Zeit eine individuell auf Tumor Art, Stadium, Metastasierung und biologischem Verhalten abgestimmte individualisierte Therapie möglich geworden.

Immuntherapie - neue Waffe gegen den Krebs : Nieren und Blasentumore

Nierenkrebs ist die 6. häufigste Krebsursache. Leider metastasieren viele Tumore, obwohl die Entdeckung mittels Routine Ultraschall einfach wäre.

Seit 2016 wurde das erste gegen PdL1 gerichtete Immuntherapeutikum zugelassen - Nivolumab. Hierbei wird die Immunantwort des eigenen Körpers stimuliert, somit eigene Abwehrkräfte freigesetzt, die den Tumor kontrollieren können. Der Clou ist: diese Therapie wirkt auch viele Monate nach, eine Tatsache, die die Langzeitprognose im nicht heilbaren Krankheitsstadium revolutionierte.

 

Seit 2019 sind auch Immuntherapiekombinationen möglich. z.B. Nivolumab und Ipilimumab, ein gegen CTLA-4 gerichteter Antikörper. Vorteile sind in der patientengruppe mit schlechter Prognose gegeben.

Wichtig sind die Nebenwirkungen, die aufgrund der verstärkten Immunantwort im Körper auch unerwünschte Immunreaktionen hervorrufen. Meist milden Grades oft an der Haut, dem Darm, selten der Schilddrüse, der Lunge, der Hirnanhangdrüse. Deswegen wird jeder Fall einer Immuntherapie mittels Tumorkonferenz besprochen und entschieden sowie engmaschig kontrolliert.

Aktuelles - Corona Pandemie

Corona Pandemie - Covid - 19

Aufgrund der Corona Virus Infektion waren Einschränkungen im Sprechstundenbetrieb unvermeidbar.

Aktuelle Sprechzeit täglich von 08.00  -  12.00 Uhr. Dienstag und Donnerstag 14.30 - 17.30 Uhr 

Bitte nur nach telefonischer Anmeldung 05531 9336150

Bitte nur bei Infekt - Freiheit der oberen Luftwege.

 

Bitte halten Sie 2 Meter Abstand zu anderen Patienten und schützen auch Sie unser Personal

Die Chipkarte ist aus hygienischen Gründen selbst in das Lesegerät einzuführen.

Bitte Abstand von der Anmeldung einhalten.

Die Einschränkungen dienen zu unserem Schutz und zur Aufrechterhaltung  Ihrer Versorgung.

Aktuell sind wir zu den üblichen Sprechzeiten anwesend

Kleine Eingriffe erfolgen aktuell unter entsprechenden Schutzmassnahmen.

 

Der von uns getragene Mundschutz dient Ihrer Sicherheit !

Seit Mai ist auch ein Mundschutz für Patienten behördlich vorgeschrieben.

Videosprechstunde neu eingeführt

Wegen der Covid-19 Pandemie haben wir eine Video Sprechstunde etabliert. Plattform ist Sprechstunde online. Datenschutz wird umfänglich eingehalten und eine Rezertifizierung durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung erfolgte.

Bitte 05531 9336150  anrufen und uns auf die Videosprechstunde ansprechen. Dann erhalten Sie von uns einen link entweder über Ihre Mobiltelefonnummer oder E-Mail Adresse. Auch der Termin wird Ihnen dann mitgeteilt. Diesen Link bitte bestätigen und das Tablet, Mobilphone oder den Laptop/ PC mit Kopfhörer/ Mikrophon zur Sprechzeit anschalten.

Dann kann es los gehen.

Das PSA und seine unterschiedlichen Formen

Altersabhängigkeit des PSA-Werts

Mit zunehmendem Alter nimmt die Größe der Prostata zu und führt zu einer entsprechenden Erhöhung der PSA-Konzentration im Blut. Dieses bekannte Phänomen muss bei der Beurteilung des gemessenen PSA-Wertes dementsprechend berücksichtigt werden. Die Anwendung altersspezifisch angepasster Referenzbereiche ermöglicht eine genauere Aussage in der Krebsdiagnostik bei jüngeren Männern und eine bessere Bewertung bei älteren Männern.

Freies und gebundenes PSA

Es ist oft von verschiedenen Formen des PSA die Rede. So unterscheidet man zwischen freiem PSA und an Eiweiß gebundenem PSA. Diese Unterteilung beruht auf der Annahme, damit eine genauere Aussage in der Diagnostik treffen zu können. Dies ist im Einzelfall, jedoch nicht im Allgemeinen möglich.

Bei der normalen PSA-Messung wird die Summe aus beiden Teilen (Gesamt-PSA) gemessen. Bei Patienten mit einem Prostatakarzinom ist mehr gebundenes PSA im Serum nachweisbar. Aus diesem Quotienten können sich wichtige Hinweise ergeben. Dies beruht auf der Tatsache, dass das Prostatakarzinom wesentlich mehr gebundenes PSA produziert als die gesunde oder gutartig vergrößerte Prostata.

PSA-Anstiegsgeschwindigkeit

Diese Methode basiert auf der Beobachtung der Veränderungen der PSA-Werte über einen definierten Zeitraum. Ein Gramm gesundes Gewebe der Prostata erhöht den PSA-Spiegel um etwa 0,3 ng/ml, 1 Gramm Karzinomgewebe dagegen um das 10-fache. Dadurch steigt der PSA-Spiegel beim Vorliegen eines Karzinoms viel schneller an als bei einer gutartigen Prostataerkrankung.

Ein Anstieg von mehr als 0,75 ng/ml/Jahr  - unabhängig vom Ausgangswert - ist ein Hinweis auf ein mögliches Prostatakarzinom. Er sollte insbesondere bei jüngeren Männern (unter 50 Jahren) zu einer weiterführenden Diagnostik führen, da bei dieser PSA-Anstiegsgeschwindigkeit in dieser Altersgruppe das Prostatakarzinomrisiko bis zu 15-fach erhöht ist. Deshalb ist es insbesondere für jüngere Männer wichtig, frühzeitig über ihren PSA-Wert informiert zu sein um einen Anstieg zu erkennen. Idealerweise sollte ein individueller PSA-Verlauf für jeden Patienten erstellt und Intervalle zwischen den Messungen in Abhängigkeit des Ausgangswertes festgelegt werden. 

Werden Sie selbst aktiv!

Kümmern Sie sich aktiv und selbstverantwortlich um Ihre Gesundheit. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über die Früherkennungsmaßnahmen. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und beachten Sie eine ausgewogene Lebensweise im Alltag.

Die Ernährung spielt hierbei eine große Rolle. Tun Sie sich und Ihrem Körper etwas Gutes: Achten Sie auf Ihre Figur, indem Sie sich überwiegend arm an tierischen Fetten und rotem Fleisch, aber reich an Gemüse, Obst und Ballaststoffen ernähren. Reduzieren Sie den Genuss von Alkohol und Nikotin.

Durch den gesundheitsbewussten Umgang mit dem eigenen Leben senken Sie die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung nachweislich. Eine gesunde Ernährung reduziert ebenfalls das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen.

Sprechen Sie mit uns: Für eine Änderung der Lebensgewohnheiten ist es nie zu spät.